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Häsin mit Jungen
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Angorakaninchen

Angorakaninchen

Die Angorakaninchen wurden als Rasse in England herausgezüchtet und gehören mit zu den ältesten Kaninchenrassen, wobei erste Aufzeichnungen ins Jahr 1723 zurückgehen.

Im Jahre 1777 wurden die ersten Angorakaninchen nach Deutschland eingeführt, die Rasse verbreitete sich dann relativ schnell, zuerst in Deutschland, bald auch in Frankreich und Holland. Wie bei vielen Rassen gab es auch bei den Angorakaninchen im Laufe der Geschichte ein ständiges Auf und Ab, was aber im Gegensatz zu anderen Rassen sehr stark mit zum Teil staatlichen Förderungen und dem Wollpreis verbunden war. Den großen Einbruch erlebte die Angorakaninchenzucht in den achtziger Jahren, als auf Grund von Wollimporten aus China der Wollpreis sehr stark gesunken ist. Das hat sogar dazu geführt, dass die Angorakaninchen als eine der ältesten Kaninchenrassen auf der roten Liste der bedrohten Nutztierrassen stehen.

Das Besondere an Angorakaninchen im Vergleich zu anderen Kaninchenrassen ist das ständig nachwachsende Haarkleid, die Wolle, was eine vierteljährliche Schur der Kaninchen erforderlich macht. Angorakaninchen sind vom Wesen her sehr ruhige, zutrauliche, ausgeglichene aber dennoch lebhafte Kaninchen. Sie sind aber trotzdem nicht mit anderen Rassen zu vergleichen, bedingt durch die Schur, haben Angorakaninchen einen ganz anderen Bezug zu ihrem Züchter. Die Kaninchen gewöhnen sich sehr schnell an die regelmäßige Schur, sie wissen spätestens nach der zweiten Schur, dass ihnen nichts passiert wenn sie geschoren werden.

Bei der Zucht von Angorakaninchen ist zu beachten, dass die Häsinnen ca. 2 – 3 Tage vor dem geplanten Decktermin geschoren werden sollten, in der Regel werden sie durch die Schur hitzig. Auch der Rammler sollte längstens einen Monat davor geschoren worden sein, ansonsten ist der Deckakt für ihn sehr beschwerlich, wenn die Wolle zu lang ist, dann ist der Deckakt sogar unmöglich. Außerdem nimmt mit fortschreitender Wolllänge, durch einen Wärmestau in den Hoden, die Spermaqualität immer weiter ab und eine Befruchtung wird immer unwahrscheinlicher.

Bei der Fütterung ist zu beachten, dass Angorakaninchen im Gegensatz zu anderen Rassen, bedingt durch das ständige Wollwachstum, einen erhöhten Energiebedarf haben. Um den Anforderungen der Tiere gerecht zu werden ist es deshalb erforderlich ein spezielles Angorafutter mit erhöhtem Eiweiß- und Aminosäuregehalt zu füttern.

Eine weitere Besonderheit bei der Zucht von Angorakaninchen ist die Planung von Ausstellungen, hierbei sind die Schurintervalle zu beachten. Da die Kaninchen zur Ausstellung in voller Wolle sein sollen, ist es erforderlich sie ca. 84 Tage vor einer Ausstellung zu scheren. Das bedeutet, dass man als Züchter frühzeitig planen muss und dass es fast unmöglich ist ein Kaninchen innerhalb einer Ausstellungssaison auf zwei verschiedenen Schauen auszustellen.

Das sind alles Dinge, die man als Züchter anderer Rassen nicht beachten muss. Bei denen ist es problemlos möglich ein Kaninchen auf 3 – 4 verschiedene Ausstellungen zu schicken. Wobei man auch hier dem Tier ausreichend Zeit zur Erholung geben sollte, denn eine Ausstellung bedeutet immer Stress für die Kaninchen. Dazu kommt der Mehraufwand für die Schur, wobei ein gewisser Zeitaufwand nicht von der Hand zu weisen ist.

Andere verbreitete Vorurteile treffen wiederum nicht zu. Die heutigen Angorakaninchen sind soweit durchgezüchtet, dass kaum noch Verfilzungen auftreten, somit ist auch kein regelmäßiges Kämmen oder Bürsten erforderlich, was aber vielfach angenommen wird. Keinesfalls müssen Angorakaninchen aus Gründen der Sauberkeit auf Rosten gehalten werden. Bei uns werden die Angorakaninchen ausschließlich auf Stroh gehalten und es gibt keine Probleme mit der Sauberkeit der Tiere und der Reinheit der Wolle, was natürlich regelmäßiges Misten und Nachstreuen voraussetzt.

Weitere Informationen zu Angorakaninchen erhalten Sie unter

www.angorakaninchen-aus-upen.de.